Am 9.11.2019 wollen Nazis erneut durch Bielefeld marschieren. Der 9.November ist Jahrestag der Novemberpogrome. Die Pogrome markieren den Übergang von der antisemitischen Diskriminierung zur gezielten Verfolgung von Jüd*innen, die in der systematischen Vernichtung, der Shoah, mündete. Nachdem die Polizei mit einem Verbot der rechtsextremen Demonstration vor Gericht gescheitert ist, will sie den Nazis erneut eine Route durch die Innenstadt ermöglichen. Continue reading
Pressemitteilung: Antifaschistisches Bündnis ruft zu Gedenken und Gegenprotest auf
Gedenken heißt kämpfen!
Am 9.11.2019 wollen die Nazis in Bielefeld zum vierten Mal demonstrieren, um auf die Inhaftierung der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck hinzuweisen.
Gerade am Jahrestag der Novemberpogrome werden wir den Naziaufmarsch nicht hinnehmen, den Tag für die Rechten so unangenehm wie möglich machen und die faschistische Demonstration im besten Fall verhindern!
Am 8.11. werden wir in einer Vorabend- und Gedenkdemonstration den Opfern der Novemberpogrome und der Shoah gedenken.
Den vollen Aufruf findet ihr hier
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Solidarität statt Nationalismus – Gegen ein Europa der Vaterländer!
Antifaschistische Demonstration in Bielefeld
Dienstag, 7. Mai 2019, 17 Uhr, Bielefeld Hauptbahnhof
Am 7. Mai 2019 jährt sich die Inhaftierung der Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck in Bielefeld. Die Neonazi-Partei „Die Rechte“ hat für diesen Tag eine Kundgebung an der JVA in Bielefeld-Quelle angemeldet. Haverbeck ist die Spitzenkandidatin zur Europawahl von “Die Rechte“ und betrieb über Jahrzehnte das mittlerweile verbotene Neonazi-Schulungszentrum „Collegium Humanum“ im ost-westfälischen Vlotho.
Das antifaschistische Bündnis Bielefeld nimmt das wiederholte Auftreten der Neonazis in Bielefeld zum Anlass eine Demonstration durch die Innenstadt durchzuführen. Unter dem Motto „Solidarität statt Nationalismus – gegen ein Europa der Vaterländer“ wird thematisiert, wie in ganz Europa Vertreter*innen nationalistischer und rechter Parteien versuchen ihren Einfluss zu vergrößern.
Die antifaschistische Demonstration endet am Jahnplatz. Anschließend findet eine Kundgebung vom Bündnis gegen Rechts in Rufweite der Faschist*innen in Quelle statt.
Antisemitismus und Holocaustleugnung sind ein Verbrechen! Faschismus ist eine Ideologie der Vernichtung!
Zusammenfassung der Ereignisse rund um den Naziaufmarsch am 10.11. in Bielefeld
An dieser Stelle veröffentlichen wir eine Zusammenfassung und Bewertung der Aktivitäten rund um den Naziaufmarsch am 10.November 2018 in Bielefeld. Wir gehen auf die Mobilisierung im Vorfeld, die Gedenkdemonstration am 09.11., den Gegenprotest am 10.11. und die Teilnehmer*innen der Nazidemonstration ein.
Pressemiteilung Nr. 6
Nach dem Naziaufmarsch am Samstag, der nur mit einem martialischen Polizeiaufgebot durchgesetzt werden werden konnte, ist in Bielefeld eine Diskussion über den Polizeieinsatz entbrannt.
Teilweise wurde der Einsatz mit Verweis auf die antifaschistische Mobilisierung gerechtfertigt und eine künstliche Linie zwischen antifaschistischem und bürgerlichem Protest gezogen. Hierzu stellt die Sprecherin des antifaschistischen Bündnis, Anna Schmidt klar: “Wir waren am Samstag gemeinsam mit tausenden Bielefelder*innen auf der Straße und haben viel Zuspruch für unsere Aktionen erhalten. Die Aussagen der Polizei im Vorfeld waren reine Panikmache und dienten einzig dazu, ihre Einsatzstrategie zu rechtfertigen. Trotz martialischen Auftreten der Polizei sind die Gegendemonstrant*innen ruhig und besonnen geblieben. Von den Menschen in den Sitzblockaden ging keinerlei Gewalt aus. Die Vergleiche zu G20 sind absurd.”
Pressemitteilung Nr. 5
In Bielefeld protestierten heute über 10.000 Menschen gegen Holocaustleugnung und Antisemitismus. Demgegenüber standen weniger als 400 Nazis, eine deutlich kleinere Zahl als erwartet. Möglich wurde der Aufmarsch der Rechten nur durch ein martialisches Polizeiaufgebot. Über 1.500 Beamt*innen aus verschiedenen Bundesländern waren im Einsatz. Nach der erfolgreichen Auftaktkundegung mit mehreren tausend Menschen am Hauptbahnhof verteilten sich die antifaschistischen Proteste entlang der gesamten Demonstrationsroute.
Pressemitteilung Nr. 4
Mit über 500 Menschen zog am Freitag Abend die antifaschistische Gedenkdemonstration vom Jahnplatz durch die Innenstadt, zum Hauptbahnhof, und von dort zum Gedenkstein der Alten Synagoge in der Turnerstr.
“Weder die Straßen noch die Deutungshoheit über nationalsozialistische Verbrechen werden wir den Nazis überlassen. Am 80. Jahrestag der Reichpogromnacht und der antisemitischen Ausschreitungen haben wir den Opfern des deutschen Faschismus gedacht: sowohl den Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden, als auch all jenen, die Widerstand gegen den Faschismus geleistet haben.”, zieht die Sprecherin des antifaschistischen Bündnis Bielefeld Anna Schmidt Resümee.
Pressemitteilung Nr. 3
Aktuell teilen Presse, Polizei und auch Bündnis gegen Rechts zunehmend in friedlichen und gewaltbereiten Protest. So hat der Einsatzleiter unerfahrenen Demoteilnehmer*innen empfohlen sich dort rauszuhalten „wo die Post abgeht“. Das Bündnis gegen Rechts betonte „unser Protest bleibt friedlich“. Die Bielefelder Erklärung für Demokratie, unterzeichnet von hunderten Bielefelder*innen, distanziert sich in einem Atemzug von Rechts- und Linksextremismus. Dazu kommentiert die Pressesprecherin des antifaschistischen Bündnis Anna Schmidt: Continue reading
Aktuelle Infos
09. November
Um 14:00 findet am Gedenkstein der alten Synagoge das Gedenken unter Beteiligung der jüdischen Gemeinde statt.
Um 18h startet am Jahnplatz die Gedenk- und Vorabenddemo und wird von dort aus über den Hauptbahnhof zum Gedenkstein der alten Synagoge in der Turnerstraße führen. Den ausführlichen Aufruf findet ihr hier.
10. November
Für den Samstag ist Regen angekündigt. Denkt also an wetterfeste Kleidung, Wechselkleidung und Regenschirme. Continue reading
Aktionskarte
Hier findet ihr unsere Aktionskarte in A3 und A4 zum selbstausdrucken.

